Die Jugendhilfe ist kaputt

Mit 13 Forderungen machen Sozialarbeiter und Jugendämter auf ihre katastrophale Situation aufmerksam

  • Von Claudia Krieg
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

»Ich betreue als einzelne Sozialarbeiterin 85 Fälle. Das sind ja nicht alles Einzelpersonen, bei vielen handelt es sich um Familien mit zum Teil mehreren Kindern«, berichtet eine Jugendamtsmitarbeiterin. Wie solle sie Zeit finden, neue Kollegen einzuarbeiten, wenn sie kaum Zeit habe, die Menschen ausreichend zu unterstützen, für die sie zuständig ist? Zusammen mit 30 Kolleg*innen steht die Sozialpädagogin vor Kurzem vor dem Roten Rathaus, auf dessen Treppe eine mehrere Meter lange Banderole aus Papier liegt. Auf ihr stehen handschriftlich 13 Forderungen zusammengefasst, die die Versammelten an den Rat der Berliner Bürgermeister übergeben wollen, der zur selben Zeit tagt.

Über 13 000 Fachkräfte arbeiten in den Berliner Jugendämtern, Freizeiteinrichtungen, Schulen und Angeboten der Erziehungshilfe, in Tagesgruppen, Schulprojekten, Familienzentren, Kinder- und Jugendwohngrupp...


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