Wissendes Gelächter

Die Zerstörungen der Treuhand als Serie fürs Theater: Das »Traumschüff« fährt damit über die Flüsse des Ostens

  • Von Tom Mustroph
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.
Was soll man machen, wenn die Geschichte so schematisch verlief?

Strodehne in Brandenburg. Der Festplatz des kleinen Ortes liegt idyllisch an einem Seitenarm der Havel. Das »Traumschüff« hat dort festgemacht, ein Katamaran mit Bühnenaufbauten, knapp fünf Meter mal fünf Meter.

Gespielt wird »Treue Hände 2«, der zweite Teil einer Theaterserie über die Verwüstungen, die die Treuhand nach dem Ende der DDR in der einstmaligen Industrielandschaft des Ostens und in den Herzen und Seelen der früher dort Beschäftigten angerichtet hat. »Das Stück ist auch aufgrund der Gespräche mit unseren Zuschauern entstanden«, sagt David Schellenberg, Schauspieler, Regisseur und Initiator der Theatergenossenschaft. Schellenberg, einst Absolvent der renommierten Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«, fand im Stadt- und Staatstheater nicht seine Bestimmung. »Ich wollte Theater spielen auch für die Menschen, die nicht in die großen Häuser kommen«, erzählt er. Für Menschen also, die denken, die großen Häuser seien nicht ...

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