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Kunst aus dem Container

Andreas Prüstel ist tot

  • Von Wolfgang Hübner
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wie bei wohl allen Satirikern gehörte für Andreas Prüstel zu den Lieblingsmotiven - der Tod. Respektlosigkeit gegenüber Autoritäten ist ja der Urgrund jeglicher Satire; und welche unumstößlichere Autorität könnte es im Leben geben als den Sensenmann? Folglich muss er verspottet werden, bis er einen abholt.

So hat es Andreas Prüstel gehalten, der bekennende Sachse, geboren und aufgewachsen in Leipzig. Schon frühzeitig wusste er, dass er Künstler werden wollte; nur die DDR-Instanzen glaubten nicht daran. Die Bewerbung zum Kunststudium wurde abgelehnt, wegen seines Hangs zum Surrealismus. Er holte die Ausbildung an der Abendschule nach, jobbte währenddessen als Betonbauer, Heizer, Zeitungsbote, wurde Ende der 80er doch noch staatlich anerkannter Künstler, bekam Ausstellungen und nach der Wende plötzlich auch Platz in den Medien. »Als die Mauer kippte, schnippte es bei mir aus«, erzählte er. »Ich arbeitete wie ein Verrückter.«

Prüstel war hy...


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