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Achtung Berlin

Kitsch as Kitsch can: Die sogenannte Tragikomödie »Frau Stern« ist eine selbstgefällige Gedankenlosigkeit

  • Von Stefan Gärtner
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Gesetzt den Fall, man ist Regisseur in Peine oder Pirmasens und will in Peine oder Pirmasens einen Film über eine 90-Jährige drehen, die genug vom Leben hat, aber ständig an ihren Selbstmorden scheitert, dann wird man zuerst viel Sorgfalt aufs Drehbuch verwenden, zumal dann, wenn diese 90-Jährige Auschwitz überlebt haben soll; dann mit genauso viel Sorgfalt für die Besetzung sorgen und schließlich mit allergrößter Sorgfalt die formale Idee prüfen, die man haben muss, denn in Peine und Pirmasens geht es nicht ohne, es sind nämlich nur Schauplätze, keine Mitwirkenden.

Der Regisseur in Berlin hat es da viel leichter. Er muss sich überhaupt keine Gedanken machen, denn so ist Berlin schließlich auch: improvisiert irgendwie, locker, verrückt, und kaum ist der Fernsehturm im Bild, wissen alle: Geil, hier gelten die Regeln nicht, die anderswo gelten, denn hier ist Hauptstadt, hier haben wir ein Lebensgefühl, und das geht so, dass man nie weiß, ...


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