Werbung

Unten links

Die Politik ist, nicht anders als der Stirnhöhlenkatarrh, schlammfarbene Tapeten und deutsche Comedians, eine unangenehme Sache, die, rätselhafterweise, obendrein von den meisten Zeitgenossen stark überschätzt wird. Seien wir ehrlich zu uns selbst: Man kann die Politik nicht rauchen, sie bereitet einem Verdruss, und man kann mit ihr nicht den Wohnzimmerteppich reinigen. Und wenn man etwas von ihr mitbekommt, ereilt einen das dringende Bedürfnis, sich gründlich zu waschen. Kurz: Mit der Politik ist es wie mit dem Werk Andreas Gabaliers oder einer schmerzhaften nässenden Hautkrankheit. Sie verursacht viel unnötiges Leid. Und dennoch ist sie da. Wir werden wohl mit ihr leben müssen. So wie mit anderem, das, ist es einmal auf der Erde, nicht mehr von ihrem Antlitz zu tilgen ist: Atomwaffen, Radiowerbung, Spaghetti mit Jagdwurst in Ketchupsauce. Doch Hand aufs Herz: Wären Anton Hofreiter und Alice Weidel still, wäre unser Leben besser. tbl

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser:innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede:n Interessierte:n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor:in, Redakteur:in, Techniker:in oder Verlagsmitarbeiter:in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung