Abfall oder Wundermittel?

Wissenschaftlerinnen untersuchen, ob der Verzehr der Plazenta Müttern Vorteile bringen könnte

  • Von Ulrike Henning
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Zunächst: Mutterkuchen meint nicht frischen Pflaumenkuchen von Mutti. Es geht hier um die Bezeichnung für das Gewebe, das kurz nach Geburt eines Kindes von der Gebärmutterwand abgestoßen wird, auch Plazenta genannt. Es gehört zum Organismus des Embryos, wird von diesem zu Beginn der Schwangerschaft gebildet und dient seiner Versorgung, also dem Austausch von Stoffen und Gasen. In der Plazenta sind die Blutgefäße der Mutter mit denen des Nachwuchses verwoben. Transportiert wird darüber fast alles, was der Körper eines Säugetiers braucht oder erzeugt, von Gasen wie Sauerstoff und Kohlendioxid über Wasser bis hin zu diversen Eiweißverbindungen und Fettsäuren.

Kurz nach der Geburt des Kindes wird die Plazenta »geboren«, daher der ebenfalls verwendete Begriff Nachgeburt. Das ist in der Regel unkompliziert, weil die Plazenta weich und viel kleiner als das Baby ist. Sie wiegt um die 500 Gramm und hat einen Durchmesser von 15 bis 20 Zenti...

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