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Erst am Anfang

Markus Drescher über Deutschland als Einwanderungsland

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 1 Min.

Die Bundesrepublik - die alte wie die nachwendige - ist ein Einwanderungsland. Praktisch schon lange, nur zugeben wollte man es fast ebenso lange nicht. In Verleugnung des Faktischen wurde so auf der einen Seite zu wenig für die Integration der Ankommenden getan. Auf der anderen Seite gleichzeitig ebenso wenig, um bei der Mehrheitsgesellschaft um Akzeptanz zur Aufnahme zu werben. Viel mehr noch: Die so zu einem Gutteil hausgemachten Probleme dieses zu lange verleugneten Einwanderungslandes waren und sind nach wie vor gut für eine mal mehr mal weniger offene Ausländer-raus-Rethorik -, realitätsverleugnend, spektrenübergreifend und weit bis in die sogenannte Mitte der Gesellschaft hinein Anklang findend.

Dass sich die Gruppe der unter 30-Jährigen laut einer Bertelsmann-Studie offener gegenüber Migration zeigt und diese positiver beurteilt, könnte ein Hinweis darauf sein, dass diese und kommende Generationen im Faktischen ankommen - und ein gegenteiliges Narrativ dazu nicht mehr in der Lage ist, die Oberhand zu gewinnen. So steht die Bundesrepublik wohl gerade erst am Anfang nicht nur praktisch Einwanderungsland zu sein, sondern diese Rolle auch anzunehmen und gesellschaftlich zu gestalten.

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