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Endlich mal was Schönes, oder?

Tomas Morgenstern gönnt Panda-Fans, wenn auch leicht irritiert, ihre Freude

  • Von Tomas Morgenstern
  • Lesedauer: 1 Min.

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Meng Meng: Endlich mal was Schönes, oder?

Kinder und Tiere gehen immer - diesen Spruch hat jeder Journalist irgendwann einmal unter die Nase gerieben bekommen. Der Berliner jedenfalls wird geradezu närrisch, wenn putziger Tiernachwuchs ins Haus steht. Nach der periodisch wiederkehrenden Eisbärenmanie um Knut oder später Hertha darf man sich nun also auf drollige Panda-Zwillinge gefasst machen.

Wohl an, man ahnt ja, was kommt: die ersten Fotos, Meng Meng mit den Kleinen, die öffentliche Sorge um ihr Wohlergehen, der kollektive Wunsch dabei zu sein, wenn der erste Bambushalm geknabbert wird und der Nachwuchs erstmals im Freien herumtollt. Und gewiss werden Suche und Auswahl der Namen die Nation wohl spalten, ach was: fragmentieren. So soll’s sein, sehr vielen Menschen wird das Herz aufgehen. Endlich mal was Schönes!

Dass es nach vielen Versuchen nun auch in einem deutschen Zoo Panda-Nachwuchs gibt, ist für dessen Experten ein schöner Erfolg. Die Tierrechtsorganisation Peta allerdings hat Haltung und Zucht von Pandas in Zoos sogleich kritisiert. Der große Panda ist, auch wenn sich seine Population stabilisiert hat, schutzbedürftig. China hat 1992 ein nationales Schutzprogramm aufgelegt und kooperiert dabei mit dem World Wide Fund For Nature (WWF), der den Panda als Wappentier führt. Pandas sind keine Teddys, sie leben am besten in freier Wildbahn. Und die ist bedroht.

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