«Wer unsere sagt, sagt: eure nicht»

Ein Blick über Tellerränder: Saša Stanišics Roman «Herkunft»

  • Von Samuela Nickel
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.

Ich bin Jugo und habe in Deutschland trotzdem nie was geklaut.« Der junge Ich-Erzähler sitzt in Heidelberg und schreibt einen Brief an die Ausländerbehörde. Zum Erlangen der deutschen Staatsbürgerschaft muss er einen handgeschriebenen Lebenslauf einreichen. Also schreibt er, radiert aus, setzt neu an - wie fasst man ein Leben zusammen; eines, das von Brüchen gezeichnet ist? Er schreibt von seiner Flucht mit der Mutter aus Jugoslawien nach Deutschland, von seinem Alltag im Flüchtlingsheim, von den Sperrmüllmöbeln in der ersten Wohnung der Familie.

Mitten hinein in die Debatte um das Heimatministerium, um Hetzjagden und Hass auf vermeintlich Fremde hat Saša Stanišić einen Roman geschrieben mit dem Titel »Herkunft«. Das Buch ist aber fern von jeglichem Zugehörigkeitskitsch. »Jedes Zuhause ist ein zufälliges. Dort wirst du geboren, hierhin vertrieben, da drüben vermachst du deine Niere der Wissenschaft«, schreibt Stanišić zum Beispiel. Zehn...

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