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Ministerin für Freiwilligkeit

Robert D. Meyer ist vom geplanten Tierschutzlabel schon jetzt enttäuscht

  • Von Robert D. Meyer
  • Lesedauer: 1 Min.

Es ist nicht so, dass in den vergangenen Monaten nicht breit über die industrielle Tierhaltung und ihre Folgen für Natur, Mensch und Klima diskutiert worden wäre. Vorschläge gibt es einige: Eine höhere Mehrwertsteuer auf Fleisch, eine Abgabe auf Gülle, verschärfte Haltungsbedingungen, geringere Tierbestände je Betrieb und Fläche.

Und was macht Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU)? Setzt auf eine freiwillige Selbstverpflichtung in Form eines Tierwohllabels, das seinen Namen allein schon deshalb nicht verdient, weil es Tierschutz zu einer verhandelbaren Sache erklärt. Jeder Kunde soll in der Kaufhalle selbst entscheiden, ob ihm bessere Haltungsbedingungen etwas wert sind. Damit wälzt Klöckner die Verantwortung von der Politik auf die Verbraucher ab.

Wenn der Ministerin schon höhere, verpflichtende Tierschutzstandards um des Tierwohls willen egal sind, sollten ihr wenigstens Klimaschutzgründe ein Argument sein. Leider herrscht in der Bundesregierung aber noch immer kein Bewusstsein dafür, was ein Bestand von allein mehr als 25 Millionen Schweinen für die CO2-Bilanz der Landwirtschaft bedeutet. Will Deutschland das Pariser Klimaschutzabkommen einhalten, muss die Zahl der Tiere deutlich sinken. Und mehr Platz im Stall ließe sich sinnvoll nutzen: Zum Beispiel für mehr Tierschutz.

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