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Wahlen als notwendiges Übel

Moskaus Machthaber sind so unbeliebt wie lange nicht mehr und setzen daher auf Repression

  • Von Ute Weinmann, Moskau
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Es ist müßig, darüber zu debattieren, ob das Moskauer Stadtparlament den Wählerwillen der Bewohner der russischen Hauptstadt repräsentiert. Auch die für Sonntag anstehenden Wahlen ändern nichts am Grundproblem. 45 durch Direktmandate errungene Sitze reichen in einer weitaus größeren Stadt als Berlin oder Paris kaum für eine halbwegs repräsentative Vertretung, zudem kontrolliert 38 davon die Partei Einiges Russland. In den vergangenen Jahrzehnten fanden sich die Moskauerinnen und Moskauer größtenteils damit ab, dass ihre Duma eher einem Anhängsel der mächtigen Stadtverwaltung gleicht, als einer unabhängig agierenden Exekutive.

Auch das im Sommer dominierende Thema, nämlich die Nichtzulassung oppositioneller Kandidaten, ist an sich nicht neu. Doch im Unterschied zu vorangegangenen Wahlen hat nicht nur das öffentliche Interesse zugenommen, sondern insbesondere bei der jüngeren Generation die Entschlossenheit, durch lautstarken Protes...


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