»Aus dem Blut kann man Pfannkuchen machen«

Wie schon ihr Urgroßvater züchtet Laila Inga Rentiere. Die meisten leben in den Bergen, einige hält sie auf ihrem Hof – zur Anschauung für Schulklassen und Touristen

  • Von Tom Mustroph
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.
Laila Inga ist Samin. Sie züchtet Rentiere, hoch oben im Norden Norwegens, jenseits des Polarkreises. Sorgen macht sie sich wegen des Klimawandels.

Sie haben hier zwei Rentiere. Wo sind die anderen?

Ich habe vier hier und über 800 in den Bergen. Heute sind mein Mann und mein Sohn mit ein paar anderen Helfern in einem Basiscamp hoch oben in den Bergen, um dort die Ohren der Jungtiere zu markieren.

Wären Sie auch gern dort draußen?

Ja. Dieses Mal musste ich hier bleiben. Wir hatten eine Verabredung mit Jägern, die ihre Hunde trainieren, die Rentiere in Ruhe zu lassen. Das ist auch wichtig. Aber ich bin oft draußen. Es ist ein schönes Leben dort. Wenn wir mit den Herden wandern, um sie zum Basiscamp zu bringen, sind wir mehrere Tage unterwegs. Auch die Nächte verbringen wir dort. Wir haben kein Zelt, nur einen Schlafsack. Es ist besonders, so nahe bei den Tieren zu schlafen. Es ist einfach wunderbar, ein freies Leben.

Dann müssen Sie aber auch aufstehen, wenn die Rentiere erwachen, oder?

Man hat noch Zeit, ein Feuer zu machen, sich einen Kaffee zu kochen und ...

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