»Kuba wiederholt alte Fehler«

Wirtschaftswissenschaftler Carmelo Mesa-Lago über die widersprüchlichen Folgen der Preispolitik in Kuba

  • Von Andreas Knobloch
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.
Begrenztes Angebot im Laden für Obst und Gemüse, Fleisch in der kubanischen Stadt Trinidad

Jahrelang hat die kubanische Regierung auf die wiederkehrende Forderung aus der Bevölkerung nach Lohnerhöhungen entgegnet, die könne es erst geben, wenn die Produktivität steigt. Anfang Juli nun hat sie die Löhne im Staatssektor massiv angehoben. Von einigen wurde das als »populistische Maßnahme« bezeichnet, weil die Produktivität nicht gestiegen sei. Wie beurteilen Sie diesen Schritt?

Ich denke, dass die Anhebung der Gehälter für knapp die Hälfte des staatlichen Sektors eine schlecht überlegte Reaktion ist. Sie folgt auf den Druck des Preisanstiegs wegen der Versorgungsengpässe an Lebensmitteln und anderen Verbrauchsgütern. Unter Präsident Raúl Castro (2008-2018) waren die Lohnzuwächse gering, mit dem richtigen Argument, dass zuerst die Produktivität gesteigert werden müsse - sowie die Produktion, obwohl dies nicht ausgesprochen wurde.

Trotz des erheblichen nominalen Lohnanstiegs - mit 37,7 Prozent der höchste seit 20 Jahren...

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