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Eine Wunde im Stadtraum

Experten legen Konzept für Checkpoint Charlie vor und fordern Vorkauf des Geländes

  • Von Marie Frank
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»Nur eine Leerstelle im Stadtraum vermag das zu leisten, worum alle seit Langem ringen«, schreibt der Künstler Frank Thiel anlässlich einer Versammlung von Expert*innen zur künftigen Gestaltung des ehemaligen Grenzübergangs »Checkpoint Charlie« als Bildungs- und Erinnerungsort. Wohlfühlen, so Thiel, solle man sich dort nicht, unbehaglich, schroff und sperrig sollte der Ort werden, eine echte »Wunde im Stadtraum«. Der Künstler und Fotograf, der durch seine Leuchtkasten-Installation mit einem amerikanischen und einem russischen Soldaten am Checkpoint Charlie bekannt geworden ist, spricht damit den meisten der neun Expert*innen, die am Montagvormittag den künftigen Bebauungsplan in der Technischen Universität (TU) diskutieren, aus der Seele.

»Weniger ist mehr«, findet auch der Architekturhistoriker Thomas Flierl. »Die freiliegenden Brandwände und die verbliebenen unbebauten Flächen sind ein bildliches Medium der historischen Vermittl...


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