Das Buhlen um die Gunst der Basis

Die Kandidatenduos für den SPD-Parteivorsitz waren bei den Genossen in Hessen zu Gast

  • Von Hans-Gerd Öfinger
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.
Im hessischen Friedberg ging das SPD-Kandidaten-Casting weiter.

Der Zufall wollte es, dass die fünfte SPD-Regionalkonferenz mit den Bewerbern um den Parteivorsitz ausgerechnet mitten im Wetteraukreis stattfand, der durch die Wahl eines NPD-Kaders zum Ortsvorsteher mit SPD-Hilfe ins Rampenlicht geraten war. Um das Thema zu entschärfen, teilten lokale Funktionäre zu Beginn mit, dass man mit anderen Parteien einen Abwahlantrag gegen den Neonazi einbringen werde.

Über Jahrzehnte hatte der gastgebende SPD-Bezirk Hessen Süd den Ruf, einen Tick linker zu sein als die Bundespartei. Sein neuer junger Bezirksvorsitzender Kaweh Manzouri setzte zu Beginn Zeichen, indem er für einen Sozialstaat ohne Hartz IV, eine Rente mit Berücksichtigung der Lebensleistung und eine Vermögenssteuer plädierte - Forderungen, die später von mehreren Bewerbern aufgegriffen wurden. Dabei buhlte jedes Duo mit einem eigenen Markenkern um die Gunst der Basis. So gaben sich die Sächsin Petra Köpping und der Niedersachse Boris Pis...

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