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»Die Liga ist dieses Jahr richtig stark«

Die Handballer aus Kiel und Flensburg treffen sich zum Spitzenspiel. Aber auch andere Teams haben schon ihre Klasse gezeigt

  • Von Stefan Flomm, Kiel
  • Lesedauer: 3 Min.

Schon in der Startphase der neuen Saison jagen sich die Topspiele in der Handball-Bundesliga. Nachdem Rekordmeister THW Kiel am Sonnabend bei Angstgegner SC Magdeburg verloren hat, kommt nun Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt in die Kieler Arena. Vor dem 101. Schleswig-Holstein-Derby an diesem Donnerstag blicken die Klubverantwortlichen aber eher auf das Tagesgeschäft und weniger auf das Titelrennen. »Die Meisterschaft wird erst am Ende der Saison entschieden«, meint SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke gelassen.

Unbestritten ist aber auf beiden Seiten die Wichtigkeit dieses Duells zwischen dem Meister der beiden vergangenen Spielzeiten und dem aktuellen Pokalsieger. »Ein Derby ist immer etwas Besonderes«, sagte Kiels Sportgeschäftsführer Viktor Szilagyi: »Das ist ein Spiel, für das man tagtäglich arbeitet.« Der Österreicher weiß, wovon er spricht. Als Aktiver trug er sowohl das Trikot des THW als auch jenes der SG. Mit Kiel feierte er bei drei Niederlagen fünf Siege, mit Flensburg kassierte er in fünf Spielen fünf Pleiten.

In der Liga haben beide Nordklubs bereits Punkte verloren. Die Flensburger erreichten bei der HSG Wetzlar nur ein 27:27, die Kieler traf es mit der Niederlage beim bislang ungeschlagenen Tabellenführer Magdeburg noch härter. In der Tabelle rangiert die SG auf Platz drei, die »Zebras« sind mit einem Spiel Rückstand Siebter. Im Falle einer weiteren Niederlage hätte der Titelfavorit schon vier Zähler Rückstand auf die Spitze. Aber für Szilagyi steht fest: »Egal wie das Spiel am Donnerstag ausgeht: Es wird keine Entscheidung in der Meisterschaft gefallen sein.«

In Flensburg ist man der gleichen Meinung. »Dafür ist die Bundesliga in dieser Saison zu ausgeglichen«, sagt Schmäschke. Ergebnisse wie das 36:23 des Aufsteigers Balingen-Weilstetten über die MT Melsungen, das 29:25 der Mindener bei den Füchsen Berlin und das 34:27 des zweifachen Fastabsteigers Eulen Ludwigshafen über den SC DHfK Leipzig zeigen, was in der Liga möglich ist.

»Ich glaube nicht, dass dieses Jahr wieder eine Mannschaft mit nur zwei Niederlagen Meister wird«, sagte der kroatische THW-Spielmacher Domagoj Duvnjak, der seinen Vertrag am Mittwoch bis 2022 verlängerte. »Man hat schon nach drei Spieltagen gesehen, dass die Liga dieses Jahr richtig stark ist.«

Die Kieler wollen gegen den Nordrivalen gerade vor heimischem Publikum ein Zeichen setzen. In den bisherigen 100 Derbys ging der THW 59-mal als Sieger vom Platz, 36-mal hatten die Flensburger die Nase vorn. Zuletzt vor drei Wochen beim Supercup, den die SG nach Siebenmeterwerfen mit 32:31 gewann. Für Szilagyi war das aber keine »echte Niederlage«. Schließlich hatte es nach der regulären Spielzeit 28:28 gestanden. »Wir haben an einem neutralen Ort unentschieden gespielt«, sagte der Österreicher.

Unmittelbar nach dem Derby stehen für beiden Mannschaften die ersten Spiele in der neuen Champions-League-Saison auf dem Programm. Die Flensburger reisen am Sonntag zum slowenischen Meister RK Celje, die Kieler empfangen danach den polnischen Titelträger Vive Kielce, der mit dem ehemaligen THW-Keeper Andreas Wolff antritt. dpa/nd

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