Werbung

Unten links

Unlängst wurden in dieser Zeitung Fake News verbreitet, und kaum einer hat es gemerkt. »Wie Dornröschen im Märchen aus Stroh Gold spinnt«, begann ein Satz im Feuilleton, einem ausdrücklich gelehrten Zeitungsteil. Ja, natürlich, werden Sie jetzt sagen, verehrte Leser, so ein Blödsinn, es war doch Rumpelstilzchen. Jetzt, da Sie mit der Nase darauf gestoßen werden. Aber wenn man solche Sätze in einem langen, facettenreichen, womöglich etwas einschläfernden Artikel liest, rutscht man glatt drüber weg. Hinzu kommt, zumindest bei altgläubigen Rezipienten, der Respekt vor dem gedruckten Wort. Dieses Phänomen wurde jüngst in einem Leserbrief mit der unglaublich treffenden Vokabel »Wortglauberei« beschrieben. Zuerst vermuteten wir einen schnöden Tippfehler; aber zwischen dem g und dem k liegen auf der Tastatur etwa sechs Zentimeter. Nein, wir halten das für Absicht und hoffen, dass die Wortglauberei einen festen Platz in der deutschen Sprache erobert. wh

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Als unabhängige linke Journalist*innen stellen wir unsere Artikel jeden Tag mehr als 25.000 digitalen Leser*innen bereit. Die meisten Artikel können Sie frei aufrufen, wir verzichten teilweise auf eine Bezahlschranke. Bereits jetzt zahlen 2.600 Digitalabonnent*innen und hunderte Online-Leser*innen.

Das ist gut, aber da geht noch mehr!

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen und noch besser zu werden! Jetzt mit wenigen Klicks beitragen!  

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!