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007 jagt Dr. Doping?

René Heilig zum möglichen Einsatz von Geheimdiensten im WADA-Auftrag

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: 1 Min.

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Ein Zollbeamter hält in den Räumen der Zollfahndung am Düsseldorfer Flughafen Pillen zum Muskelaufbau in der Hand.
Ein Zollbeamter hält in den Räumen der Zollfahndung am Düsseldorfer Flughafen Pillen zum Muskelaufbau in der Hand.

Es gibt bisweilen Vorschläge, die sind entweder unbeschreiblich blöd oder unglaublich gescheit. In welche Richtung die Idee des designierte Präsidenten der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) treibt, ist schwer zu entscheiden. Witold Banka will seinen Job, also den unabhängigen Kampf gegen Doping, künftig mit Hilfe von Geheimdiensten erledigen. Das Reizvolle an der Idee: Die Dienste würden mit Aufgaben betraut, die nicht in politische Katastrophen oder humanitäre Desaster führen können. Geradezu bescheuert ist die Idee aber, weil man ausgerechnet jene ins Boot holt, die Teil des Dopingproblems sind. Nur dank des russischen Geheimdienstes FSB blieb lange verborgen, warum manch russischer Athlet auffällig besser abschnitt als die internationale Konkurrenz. Und dass die Staatssicherheit an vielen Medaillen von DDR-Sportlern einen großen Anteil hatte, ist - einschließlich vieler unmenschlicher Spätfolgen - ausreichend belegt.

Wie auch immer man den Vorschlag des künftigen WADA-Chefs bewerten mag: Der Hilfeschrei geht in die falsche Richtung. Partner im Kampf gegen kriminelle Dopingnetzwerke sind Polizei, Justiz und Medien. Die wiederum brauchen die Hilfe der Sportler. So lange die aber nur einem Job nachgehen und »Treppchenklettern« ein Weg zu nationalem und ökonomischen Gewinn bleibt, wird die WADA allenfalls Einzelerfolge erzielen.

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