Werbung

Grundrente, die den Namen verdient

Jana Frielinghaus über Bertelsmann-Vorschläge gegen Altersarmut

  • Von Jana Frielinghaus
  • Lesedauer: 1 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Eine Frau holt Münzen aus ihrem Portemonnaie. Die Bertelsmann Stiftung und das Institut DIW prognostiziert die Entwicklung der Altersarmut in den kommenden Jahren und stellt dazu eine Studie vor.
Eine Frau holt Münzen aus ihrem Portemonnaie. Die Bertelsmann Stiftung und das Institut DIW prognostiziert die Entwicklung der Altersarmut in den kommenden Jahren und stellt dazu eine Studie vor.

Die Befunde der am Donnerstag veröffentlichten Studie lassen an Klarheit kaum zu wünschen übrig. Sie sind allerdings weder überraschend noch neu. Vor zwei Jahren hatte die Bertelsmann-Stiftung in der Vorgängeruntersuchung schon einmal prognostiziert, dass die Zahl der im Alter »von Armut Bedrohten« auf ein Fünftel ansteigen wird. Die neue Prognose ist noch schlechter und stellt zugleich ein Best-Case-Szenario dar. »Von Armut bedroht« ist im Übrigen ein Euphemismus, denn wer monatlich 900 Euro netto für Essen und Wohnen hat, lebt auf Hartz-IV- Niveau.

Für wirtschaftsnahe Experten vom Schlage eines Bernd Raffelhüschen sagt ein solches Einkommensniveau hingegen »nichts über echte materielle Entbehrung aus«, wie er »Welt online« sagte. Leute wie er werden auch nach der neuen Veröffentlichung mitteilen, es gebe gar kein Problem, das bestehende Rentensystem sei picobello, und wer eine gesetzliche Rente zu erwarten habe, die nicht zum Leben reicht, müsse eben besser privat vorsorgen - frei nach dem Königinnenspruch »Wenn sie kein Brot haben, können sie doch Kuchen essen«. Dagegen klingen die Vorschläge der Studienautoren geradezu revolutionär. Sie sprechen sich für eine höhere, aber bedarfsgeprüfte Grundrente aus, die zudem auch Menschen mit deutlich weniger als 35 Beitragsjahren zugute kommen müsse.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!