Von Buffy und Bernie

Ist es nur eine akademische Mode, Produkte der Kulturindustrie politisch zu deuten?

  • Von Florian Schmid
  • Lesedauer: ca. 9.5 Min.

Die Netflix-Serie »Stranger Things«, deren dritte Staffel gerade angelaufen ist, gilt als Meilenstein der Popkultur. Kaum eine Serie vermochte in den letzten Jahren den jüngst zum Kult verklärten 1980ern so sehr Leben einzuhauchen wie die Horror-Science-Fiction-Serie der Zwillingsbrüder Duffer - die, 1984 geboren, ihr Sujet nur aus der Kinderperspektive kennen. Die im provinziellen Indiana angesiedelte Serie erzählt davon, wie finstere Mächte die fiktive Kleinstadt Hawkins heimsuchen und eine Gruppe Kids sich dagegen wehrt. Viel wird in den Feuilletons und von Fans die atmosphärische Dichte, die Authentizität der Inszenierung gelobt. Gleichzeitig kommt die düstere Serie ganz postmodern daher, prall gefüllt mit Filmzitaten der 1970er und 1980er - von »E.T.« über »Ghostbusters« und »Poltergeist« bis »Unheimliche Begegnung der dritten Art«.

Mitunter wird in den Kritiken darüber hinaus registriert, dass die Serie das Zeug zu einem kap...


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