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Lüneburger Heide: Todesgasen auf der Spur

In einem zugeschütteten Teich lagern große Mengen chemischer Kampfstoffe / Erkundung hat begonnen

  • Von Hagen Jung
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Hautsache es ist Altmetall, egal woher, egal wie schwer: Auf dem Schrottplatz wird es schon ein paar Mark dafür geben. In der »mageren« Nachkriegszeit dachten viele Menschen so, auch im Umfeld eines kleinen Gewässers in der Lüneburger Heide. Dort war bekannt, dass Soldaten 1945 irgendwelche Fässer in den »Dethlinger Teich« unweit der niedersächsischen Garnisonstadt Munster geworfen hatten. Schrottsammler, die damals nach verwertbaren Hinterlassenschaften des Militärs fischten, ahnten wohl kaum, dass sie sich einer lebensbedrohenden Gefahr aussetzten. Denn in vielen der versenkten Behälter, so wird vermutet, befand sich Giftgas. Seit Montag untersuchen Spezialisten, in welchem Umfang und mit welchen giftigen Substanzen das Areal belastet ist. Es gilt als eine der größten Altmunitionshalden in Deutschland, wo Hunderte Tonnen Granaten und Kampfgas lagern.

Der Teich wurde schon vor 67 Jahren zugeschüttet. Experten haben an der Stelle, an de...


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