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Ewig uneinig in Israel

Herausforderer Benny Gantz verpasst den großen Coup. Premier Benjamin Netanjahu muss trotzdem zittern

  • Von Oliver Eberhardt, Tel Aviv
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Frühmorgens gegen fünf lief der Abgeordnete Israel Katz, bislang Außen-, Verkehrs- und Geheimdienstminister, durch die Halle, die seine Partei Likud für ihre Wahlparty gemietet hatte. Arbeiter waren schon dabei, Tische zusammenzuklappen: »Wäre es nicht besser, wenn wir alles für die nächste Wahl da lassen?«, rief einer von ihnen dem Politiker zu. Der blickte gequält und wütend auf den Fragenden, besann sich dann der anwesenden Journalisten und setzte sein bestes Medienlächeln auf: »Wir werden eine stabile Regierung bilden.«

Doch danach sieht es nicht aus: Zum zweiten Mal innerhalb von sechs Monaten wurde am Dienstag in Israel ein neues Parlament gewählt. Und eine weitere Neuwahl ist derzeit eine ernstzunehmende Option. Denn zwar liegen der Likud von Regierungschef Benjamin Netanjahu und die im April erstmals angetretene Blau-Weiß-Liste des Ex-Generalstabschefs Benny Gantz mit 31 bis 32 der 120 Mandate gleichauf - am Mittwochmittag...


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