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Du sollst nicht am Putz kratzen

Der albanische Film »Ein Licht zwischen den Wolken« fragt, ob die Toleranz endet, wenn es um Status und Besitz geht

  • Von Jörn Schulz
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Gottgefällig lebt nur der Hirte, das ist die Botschaft des vierten Kapitels der Genesis. Gott nimmt das Opfer des Ackerbauern Kain nicht an und lässt ihn wissen, er sei anfälliger für die Sünde - unternimmt aber nichts dagegen, dass Kain nach dem Brudermord die erste Stadt gründet. Religiös tradiert, heutzutage aber wohl eher genährt durch die Romantisierung des Landlebens, hat sich die Vorstellung erhalten, ein Leben als Hirte bringe den Menschen Gott oder so etwas wie spiritueller Weisheit näher.

Robert Budina spielt mit dieser Vorstellung. Er hat den Hirten Besnik zur Hauptfigur seines Spielfilms »Ein Licht zwischen den Wolken« gemacht, in dem es vordergründig um Religion geht, vornehmlich aber darum, was geschieht, wenn der gewohnte Gang der Dinge durcheinandergerät und um Status und Besitz gerungen wird. Es ist Besnik, der unbeabsichtigt einen religiösen Streit entfacht, als er, der am liebsten unter freiem Himmel betet, in der Dor...


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