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»Ocean Viking« nimmt weitere Bootsflüchtlinge an Bord

Insgesamt 182 Flüchtlinge an Bord des Rettungsschiffes / Maltas Küstenwache rettet 45 Migranten von Holzboot

  • Lesedauer: 2 Min.

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Gerettete auf der
Gerettete auf der "Ocean Viking"

Rom. Das Rettungsschiff »Ocean Viking« hat am Mittwoch vor der libyschen Küste im Mittelmeer weitere 73 Bootsflüchtlinge geborgen. Sie saßen in einem winzigen, überfüllten Schlauchboot, wie die Organisation SOS Méditerranée mitteilte. »Damit befinden sich nun insgesamt 182 Gerettete an Bord der Ocean Viking - sie müssen schnellstmöglich an einem sicheren Ort an Land gehen können!«, schrieb SOS Méditerranée auf Twitter. Am Dienstag hatte das Schiff 109 Bootsflüchtlinge gerettet.

Die »Ocean Viking«, die von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen betrieben wird, hatte am Wochenende in Abstimmung mit der italienischen Regierung 82 im Mittelmeer gerettete Migranten zur Insel Lampedusa bringen dürfen. Dies galt als Zeichen einer Änderung der italienischen Flüchtlingspolitik nach dem Ausscheiden der rechten Lega aus der Regierung.

Am Mittwoch erreichten wieder mehr als 100 Migranten auf eigene Faust Lampedusa, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Mehrzahl der bisher gut 6300 Migranten, die seit Jahresbeginn Italien auf dem Seeweg erreichten, sei mit solchen »Geisterschiffe« ganz ohne Hilfe internationaler Organisationen gekommen, schrieb Ansa.

Unterdessen hat Malta ebenfalls am Mittwoch vor der Küste Tunesiens 45 Migranten von einem Holzboot gerettet. Unter den Geretteten befand sich eine Schwangere, die per Hubschrauber an Land gebracht wurde, wie die maltesische Küstenwache mitteilte. Die übrigen Migranten wurden demnach auf ein Patrouillenboot gebracht. »Sie sind auf dem Weg nach Malta«, sagte eine Sprecherin der Küstenwache.

Zuvor hatten die Migranten einen Notruf an die von Freiwilligen betriebene Rettungshotline »Alarm Phone« geschickt. Nach Angaben der Notrufstelle war das Holzboot nach zwei Tagen auf See in Not geraten. Die schwangere Frau habe geblutet und womöglich ihr Kind verloren. Agenturen/nd

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