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Bartsch kritisiert Ost-West-Gefälle

LINKE-Politiker fordert schnellere Anpassung der Lebensverhältnisse / Bartsch: »Wirtschaftliche Angleichung von Ost und West zu langsam«

  • Lesedauer: 1 Min.

Berlin. Der Vorsitzende der LINKEN-Bundestagsfraktion, Dietmar Bartsch, hat eine schnellere Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost- und Westdeutschland gefordert. »Wenn wir in diesem Tempo weitermachen, dann ist die wirtschaftliche Einheit im Jahre 2081 erzielt - und das ist natürlich inakzeptabel«, sagte Bartsch am Freitag im Deutschlandfunk. So erreiche Ostdeutschland heute 75 Prozent der Wirtschaftskraft Westdeutschlands, das seien nur 10 Prozentpunkte mehr als vor 25 Jahren.

Auch andere Zahlen zeigten die Ungleichheit zwischen den ost- und westdeutschen Bundesländern: So verdiene jemand mit Berufsabschluss in Mecklenburg-Vorpommern etwa 100 Euro weniger im Monat als jemand ohne Berufsabschluss in Hamburg. Wenn man die Löhne in Deutschland vergleiche, sehe man noch immer die alte Grenze.

Hinzu komme eine »gefühlte Ungleichheit«: So gebe es in ganz Deutschland keinen Uni-Rektor und keinen obersten Richter aus Ostdeutschland, von 120 Beamten in Bundesministerien kämen nur drei aus dem Osten. »Da ist was schräg, das kann nicht so weitergehen«, sagte Bartsch, der in der DDR geboren wurde. »Da fordert niemand irgendwie eine Extrawurst, sondern wir fordern nur, dass das, was im Grundgesetz steht, eingehalten wird«. dpa/nd

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