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»In Fukushima kann man herrlich wandern«

Simon Essler arbeitet in der japanischen Präfektur, in der 2011 ein Atomkraftwerk havarierte. In Deutschland kann kaum jemand glauben, dass man dort wohnen kann.

  • Von Felix Lill
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Herr Essler, wie oft werden Sie nach dem Strahlungsniveau in Fukushima gefragt?

Wenn die fragende Person aus Deutschland kommt, dann regelmäßig. Es nervt manchmal, aber ich habe mittlerweile eine Standardantwort parat: »Fukushima-City liegt 70 Kilometer vom havarierten Kraftwerk Fukushima Daiichi entfernt, und die radioaktive Strahlung ist ungefähr so stark wie in London oder München.« Das stimmt.

Dann ist das Gegenüber erstmal verwundert?

Es kommt auf die Herkunft an. Leute aus Deutschland sind oft schon schockiert, wenn sie hören, dass man in Fukushima überhaupt wohnen kann. Das erlebe ich in beruflichen Gesprächen, wenn ich die Präfektur auf internationalen Messen vertrete, aber auch im Bekanntenkreis. Wenn dagegen Leute aus Japan hören, dass ich als Ausländer in Fukushima lebe, sind die oft positiv überrascht. Japaner wissen ja, dass die Präfektur Fukushima groß ist und im Zuge der Reaktorkatastrophe vor achteinhalb ...


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