Schleichen in the City

Von einem Nahverkehr wie in Berlin können New Yorker nur träumen.

  • Von Nicolas Šustr, New York
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Mit einem Megafon lotst der Mann Passagiere auf jenen Bahnsteig, auf dem der nächste Zug abfährt. Im Wagen herrscht drangvolle Enge, nicht alle passen rein. Das gerade noch fröstelig herunterklimatisierte Innere verwandelt sich innerhalb kurzer Zeit in eine Sauna. Willkommen in der New Yorker U-Bahn zur Rush Hour. Es ist ein Wunder, dass auf den schmalen Bahnsteigen die Massen von Ein- und Aussteigern es schaffen, sich irgendwie aneinander vorbeizuschlängeln. Die Klimaanlagen der Züge pusten ihre Abwärme in die Bahnhöfe, so dass selbst in den lauen Septembertagen die Temperatur bei 30 Grad plus liegt.

Über 5,4 Millionen Fahrgäste muteten sich 2018 - neuere Zahlen gibt es nicht - werktäglich die Fahrt mit der Subway der größten Stadt der Vereinigten Staaten zu. Es ist ein System der Superlative. 25 Linien verkehren auf 380 Kilometern Streckenlänge, halten an 472 Bahnhöfen. Fast 6700 U-Bahnwagen sind im Einsatz. Und es ist ein Syste...


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