Wo gesiegt wird

Horst Teltschik zerlegt die westdeutsche Russlandpolitik und ihre Ursprünge, gewissermaßen aus der Insiderperspektive.

  • Von Irmtraud Gutschke
  • Lesedauer: ca. 5.0 Min.

Fotos im Band zeigen ihn in schönem Einvernehmen mit Gorbatschow, Reagan und Bush - später auch mehrmals mit Wladimir Putin. »Miteinander reden hilft.« Eine »Binsenweisheit«, so Horst Teltschik. Wobei die friedensstiftende Mission der Diplomatie doch immer gebunden ist an das, was die Politik jeweils von ihren Vertretern verlangt. Von den Agenden abgesehen, ist Diplomatie eine Technik, auch ein Charakterzug. Sich »diplomatisch« verhalten heißt, das eigene Umfeld und das der anderen Seite genau einzuschätzen. Was immer zuerst bedeutet: Man kann nicht mit dem Kopf durch die Wand.

Wobei ein diplomatischer Könner wie Horst Teltschik sich natürlich nicht vor Politikern verkriecht. Wenn er in diesem Buch mehrmals das politische Geschick Helmut Kohls betont, im internationalen Dialog Vertrauen aufzubauen, so weiß doch jeder kundige Leser, welchen Anteil dessen langjähriger außenpolitischer Berater Teltschik daran hatte. Im Schatten agier...


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