Klagen bis zum Kohleausstieg

Mehrere Dörfer in Nordrhein-Westfalen wehren sich gegen Abbaggerung

  • Von Sebastian Weiermann
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Keyenberg ist ein kleines Dorf im Rheinland. Bauernhöfe, eine Kirche, eine Dorfkneipe - eigentlich ein unspektakulärer Ort. Könnte man nicht vom Dorfrand schon die riesigen Braunkohlebagger sehen und hören. Der Tagebau Garzweiler rückt unaufhaltsam näher an das Dorf heran. 2023 soll hier kein Mensch mehr leben. Gleich mehrere Dörfer sollen umgesiedelt werden. Dagegen regt sich seit geraumer Zeit Widerstand. Die Erfolge im Kampf um den Hambacher Forst haben Menschen aus Keyenberg, Kuckum, Westrich und Berverath motiviert. Sie wollen ihre Heimat erhalten und das Klima schützen. Dafür suchen sie jetzt die rechtliche Auseinandersetzung mit RWE. Eine zehnköpfige »Solidargemeinschaft« hat ein Grundstück am Rand von Keyenberg gekauft. Dem Energiekonzern haben sie per Anwalt mitgeteilt, er müsse ein Enteignungsverfahren über das Grundstück einleiten, sollte er die Abbaggerungspläne weiter verfolgen. Verhandlungen über einen Verkauf lehne man a...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.