Zündeln nach dem Feuer in Moria

Griechische Regierung will 10 000 Geflüchtete in die Türkei abschieben

  • Von Katja Herzberg
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Selten war eine Eskalation so klar vorherzusehen: Seit Wochen nimmt der Druck auf die griechischen Inseln zu, mehr und mehr Geflüchtete kommen dort mit Booten an. Die Lager waren bereits überfüllt, mit den Protesten und einem todbringenden Feuer am Wochenende in der Containersiedlung Moria auf Lesbos kehrt die fortwährende Tragödie nun zurück in die Schlagzeilen. Und sie bestimmt wieder einmal die Agenda der Regierung in Athen wie in der internationalen Politik.

Während die Vereinten Nationen eine rasche Überführung von Tausenden Geflüchteten auf das griechische Festland sowie eine Verbesserung der Lebensbedingungen in Moria fordern, kündigt die Regierung in Athen schnelles Handeln auf anderer Ebene an. Bei einer Krisensitzung am Montag beschloss sie eine Verschärfung ihrer Migrationspolitik. Bis Ende nächsten Jahres sollen 10 000 Menschen in die Türkei abgeschoben werden. Zudem sollen neue Lager errichtet werden, um abgelehnte As...


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