• OXI
  • China und Kapitalismus

Hybrides Eigentum, starke Zentrale

In China gibt es eine Vielfalt der wirtschaftlichen Verhältnisse – doch die staatskapitalistischen Formen sind das dominierende Moment

  • Von Felix Wemheuer
  • Lesedauer: ca. 8.5 Min.

Die Wirtschaft der Volksrepublik hat sich heute weit vom klassischen Modell des Staatssozialismus entfernt, ohne sich vollständig den liberalen Formen des Kapitalismus anzugleichen. Offensichtlich gibt es Elemente wie die starke Rolle des Staates in Industrie und Finanzwesen, die auch nicht mit den Vorstellungen des Neoliberalismus übereinstimmen. Aber reicht das, um die Volksrepublik als Alternative zum Kapitalismus einzuordnen?

Ein wichtiger Schritt zur Reform des klassischen sozialistischen Systems war die Zulassung des Handels mit Staatsanleihen und Aktien in der ersten Hälfte der 1980er. 1990 wurde die Börse in Shanghai eröffnet und 1991 in Shenzhen. Im Rahmen der Neustrukturierung der Staatsindustrie in der Jiang-Zemin-Ära (1993-2003) kam es zu einer weitreichenden rechtlichen Neuordnung der Eigentumsformen. Das Verhältnis von privaten und staatlichen Betrieben genau zu quantifizieren, ist eine große Herausforderung. Das lie...


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