»Wir wollen keine Sachmittel sein«

Die Studentin Anna Wunderlich über den »Betrieb Uni«, was sie mit dem Mensapersonal verbindet und warum sie sich einer kleinen Gewerkschaft angeschlossen hat

  • Von Ines Wallrodt
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Eine Woche Urlaub in Berlin - alle Hausarbeiten schon fertig?

Nee, das kann man nicht sagen. Ich geh deshalb auch gleich noch hier in die Bibliothek. Ist schon etwas schwierig, Politik, Lohnarbeit und Uni unter einen Hut zu bekommen. Aber der Plan wird schon hinhauen. Hoffentlich. (lacht)

Bei Politaktivisten kommt das Studium oft zu kurz. Das scheint bei Ihnen nicht so zu sein: Was fällt bei Ihnen hinten runter?

Zeit allein habe ich sehr selten. Einfach mal nichts tun gibt’s eigentlich nicht. Aber das ist wahrscheinlich bei vielen Leuten so, auch wenn sie nicht politisch aktiv sind.

Linke sind ja eher für Religionskritik bekannt. Werden Sie für Ihr Studienfach Religionswissenschaft komisch angeschaut?

Ja, manchmal schon. Aber das ist meistens auf dem Niveau von 15-Jährigen, die irgendwo das mit dem »Opium des Volkes« aufgeschnappt haben.

Sehen Sie einen Zusammenhang zwischen Ihrem Studienfach und Ihrem pol...


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