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Schotten zeigen Flagge

Martin Ling über die Unabhängigkeitsdemonstration in Edinburgh

  • Von Martin Ling
  • Lesedauer: 2 Min.

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Ein schottischer Punk hält eine Nationalflagge. Tausende Menschen sind beim »Marsch für Unabhängigkeit« in der schottischen Hauptstadt Edinburgh auf die Straße gegangen.
Ein schottischer Punk hält eine Nationalflagge. Tausende Menschen sind beim »Marsch für Unabhängigkeit« in der schottischen Hauptstadt Edinburgh auf die Straße gegangen.

Die Schotten haben sich in Sachen Brexit eindrucksvoll zurückgemeldet: 200.000 Menschen, weit mehr als erwartet, haben in Edinburgh für die Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien demonstriert. Damit haben sie ihrer Premierministerin Nicola Sturgeon Rückendeckung gegeben. Sie strebt für 2021 ein neues Referendum über die Unabhängigkeit an.

Die Chancen, dass das Pendel im Gegensatz zu 2014 gegen einen Verbleib im Vereinigten Königreich ausschlägt, sind groß. Damals stand der Brexit noch nicht zur Debatte. Mit ihm hat sich die Grundlage für ein Unabhängigkeitsreferendum in Schottland massiv verändert. Allein dadurch haben die Schotten ein starkes Argument für ein neues Referendum.

So eindrucksvoll die Demonstration war, so stark die schottischen Argumente für ein neues Unabhängigkeitsreferendum sind: Großbritanniens Premier Boris Johnson dürfte sich davon nicht beeindrucken lassen. Er hat versprochen, den Brexit bis zum 31. Oktober zu liefern. Und selbst wenn er sein Wort bricht und doch noch eine Verlängerung der Brexit-Verhandlungen beantragt, werden die schottischen Bedenken ihn nicht zu einem Kurswechsel bewegen. Johnson spielt damit mit der Zukunft des Vereinigten Königreichs, denn verweigern kann er den Schotten ein Referendum demokratisch nicht, sollte er 2021 noch im Amt sein.

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