Der Zeitpunkt der Festnahme von fünf Deutschen in der Türkei war kein Zufall

Ob Terrorismus, ob Präsidentenbeleidigung - was den Betroffenen vorgeworfen wird, ist noch unklar

  • Von Lotte Laloire
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

»Wir fordern die sofortige und bedingungslose Freilassung!«, sagt der stellvertretende Vorsitzende der Kurdischen Gemeinde Deutschland, Mehmet Tanriverdi, über die fünf deutschen Staatsbürger, die in der Türkei festgenommen wurden. Laut Berichten der prokurdischen Nachrichtenagentur Mezopotamya vom Freitag waren fünf Personen inhaftiert worden - angeblich wegen Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). Dem Auswärtigen Amt sind die Fälle bekannt, die türkische Staatsanwaltschaft bestätigte den Bericht bislang nicht.

Wie Tanriverdi »nd« mitteilte, ist unter den fünf Festgenommenen eine 58-jährige Deutsch-Kurdin aus Hamburg. Sie sitze bereits seit Donnerstag im Gefängnis in Ankara und soll spätestens am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Erzieherin war zu Besuch bei Verwandten in der kurdischen Provinzhauptstadt Diyarbakir und wurde auf dem Rückweg von der türkischen Polizei am Flughafen festgenommen.

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