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Razzien gegen Rechtsextremisten

Verfasser drohten mit Sprengstoffanschlägen

  • Lesedauer: 2 Min.

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Unter den Verfassern der Drohbriefe waren auch die in Deutschland verbotene Gruppe
Unter den Verfassern der Drohbriefe waren auch die in Deutschland verbotene Gruppe "Blood and Honour".

München. In mehreren Bundesländern sind Einsatzkräfte am Mittwoch wegen Drohschreiben zu Razzien gegen Rechtsextremisten ausgerückt. Insgesamt sieben Objekte wurden seit dem Morgen in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Baden-Württemberg und Bayern durchsucht, wie die Generalstaatsanwaltschaft München und das bayerische Landeskriminalamt mitteilten.

Laut Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gibt es sieben Tatverdächtige. Sechs der sieben Beschuldigten seien vorläufig festgenommen und nach Abschluss der Razzia wieder freigelassen worden. Der siebte Beschuldigte sei bislang noch nicht angetroffen worden.

Anlass für die Durchsuchungen sind Ermittlungen der Behörden und der bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus gegen die mutmaßlichen Urheber von insgesamt 23 Drohmails, die zwischen dem 8. Juli und dem 23. Juli bundesweit an verschiedene Institutionen verschickt wurden. Davon betroffen waren unter anderem Ankerzentren in Bayern, islamische Zentren, Moscheen, Parteizentralen und Presse- und Medienagenturen.

Lesen Sie hier: Keine Auskunft. Die LINKE in Wuppertal wollte wissen, ob »Combat 18« Nazis in der Stadt aktiv sind und ob Menschen aus der Stadt auf möglichen Feindeslisten stehen. Sie bekam keine Antwort.

Die Verfasser drohten mit Sprengstoffanschlägen auf diese Einrichtungen. Unterschrieben waren die Schreiben mit »Volksfront«, »Combat 18« oder »Blood and Honour (trotz Verbot sind wir nicht tot)«.

Bayerns Innenminister Herrmann erklärte, die Drohmails sollten »Menschen in Angst und Schrecken versetzen und den gesellschaftlichen Frieden stören«. Dagegen werde mit aller Macht des Rechtsstaats vorgegangen. An den Razzien waren rund 120 Polizisten beteiligt. Es seien verschiedene Datenträger beschlagnahmt worden, die nun ausgewertet würden. AFP/nd

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