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Stadt als Tier

Große Bühne Prag

  • Von Reiner Neubert
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die bekannte tschechische Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin Daniela Hodrová wurde 1946 in Prag geboren und hat oft über diese Stadt geschieben. »Ich sehe die Stadt…« heißt dann auch ihr neues Buch auf deutsch, das allerdings schon 1991 »fiktiv-realer Spaziergang durch Prag« auf tschechisch veröffentlicht wurde, als die Tschechoslowakei noch gab.

Im Nachwort schreibt ihr deutscher Übersetzer Eduard Schreiber, dass Hodrová eine Autorin sei, die ihre Kindheit in dieser Stadt als einem »endlosen Mythos« verbracht habe und nun nicht mehr davon loskomme. Und so erscheint Prag ihr als »magisch, unheimlich, golden, imaginär, Labyrinth, ist Mütterchen, kafkaesk, surreal, ist Geliebte, Verführerin und Frau«. Schon als Kind war das Wort »Prag« für sie mehr als nur ein Name, sie glaubte, es wäre ein reales Wesen, ein Raubtier, das mit Krallen und einem schauerlichen Atem unweit ihrer Wohnung überall auf sie lauerte.

Bereits in den Sa...


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