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Schluss mit den Sonntagsreden!

MEINE SICHT über antisemitische Angriffe

  • Von Jérôme Lombard
  • Lesedauer: 1 Min.

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Die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße.
Die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße.

Mit einem Messer versucht ein Mann in die Neue Synagoge einzudringen. Dabei ruft er »Allahu Akbar« und »Fuck Israel«. Dass der Täter nicht ins Innere vordringen kann, ist den Objektschützern zu verdanken. Diese halten den Täter in Schach. Polizisten überwältigen ihn.

Nach einer Nacht in Haft kommt der Angreifer frei. Die Behörden sehen keine Gefahr: »Motiv unklar«. Die Inkompetenz, mit der die Strafbehörden mit dem versuchten Anschlag auf eine Berliner Synagoge umgehen, ist ein Skandal. Vier Tage ist der Angreifer unauffindbar, bis er sich selber in eine Psychiatrie einliefert. In der Jüdischen Gemeinde herrscht Entsetzen. Allen Fortbildungen über antisemitische Straftaten zum Trotz, konnten die Behörden den judenfeindlichen Tathintergrund nicht erkennen. Die Gemeindemitglieder wollen keine Sonntagsreden mehr hören. Sie verlangen vom Staat echten Schutz und ein hartes Durchgreifen. Gerade auch mit Blick auf die Ereignisse in Halle, wo der Antisemitismus einmal mehr seine widerliche Fratze gezeigt hat.

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