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Mord an Jom Kippur

Tote und Schwerverletzte bei Anschlag auf Synagoge in Halle an der Saale

  • Lesedauer: 2 Min.

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Davidstern der Synagoge in Halle – dort wollten die Angreifer eindringen, bevor sie auf mehrere Menschen schossen.
Davidstern der Synagoge in Halle – dort wollten die Angreifer eindringen, bevor sie auf mehrere Menschen schossen.

Berlin. In Halle an der Saale erschossen Unbekannte am Mittwochmittag eine Frau nahe einer Synagoge und einen Mann in einem Dönerimbiss. Die mutmaßlichen Täter konnten zunächst fliehen. Neben den Todesopfern hat es zwei Schwerverletzte gegeben. Zeugen hatten zudem von einer Explosion auf dem jüdischen Friedhof der Stadt berichtet.

Die Polizei Halle konnte eine Person festnehmen, machte bis zum Redaktionsschluss aber keine Angaben zu möglichen Hintergründen. Wegen der »besonderen Bedeutung des Falls« hat inzwischen die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen.

Der Angriff hat sich laut dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde zu Halle, Max Privorozki, direkt gegen die Synagoge gerichtet. »Wir haben über die Kamera unserer Synagoge gesehen, dass ein schwer bewaffneter Täter mit Stahlhelm und Gewehr versucht hat, unsere Türen aufzuschießen«, sagte Privorozki der »Stuttgarter Zeitung«. Wegen des höchsten jüdischen Feiertags Jom Kippur hätten sich 70 bis 80 Menschen in der Synagoge aufgehalten. Auch im rund 15 Kilometer entfernten Landsberg (Saalekreis) hat es Schüsse gegeben. Die Bundespolizei verstärkte ihre Kontrollen an Bahnhöfen und Flughäfen in Mitteldeutschland. Die Bevölkerung in Halle wurde aufgerufen, an sicheren Orten zu verweilen. Die Stadtverwaltung in Halle sprach von einer »Amoklage«. Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) berief einen »Stab für Außergewöhnliche Ereignisse« ein. Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) zeigte sich betroffen und sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. Die Grünen forderten eine Sondersitzung des Geheimdienstausschusses im Bundestag. UN-Generalsekretär António Guterres verurteilte die Schüsse als »tragische Demonstration von Antisemitismus«. Agenturen/nd Seite 4

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