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»Manchmal heule ich einfach mit«

Anette Hofmann war lange heroinabhängig, bevor sie nach einem Autounfall von der Droge wegkam. Nach Studium und Ausbildung therapiert sie nun selbst Abhängige

  • Von Inga Dreyer
  • Lesedauer: ca. 6.5 Min.

Mit welchen Zielen kommen Menschen zu Ihnen?

Ich habe zwei Standbeine. Beim Verein »Fixpunkt« arbeiten wir in der niedrigschwelligen Drogenarbeit mit Junkies und Substituierten. Bei mir in der Praxis arbeite ich viel mit Traumatisierten, die teilweise Drogen konsumieren. Einige sagen zum Beispiel: Ich muss noch kiffen, damit ich mich regulieren, runterfahren und entspannen kann. Der Anspruch ist nicht, sofort die Droge wegzukriegen, denn dann entsteht eine Leere. Mein Ansatz ist, diese Leere erst mal zu füllen. Wenn man merkt: Die Person ist ein bisschen stabiler, dann kann man überlegen: Geht es, die Droge zu reduzieren? Meistens kommt es von den Leuten selber, dass sie erzählen: Ich kiffe schon seit einer Woche nicht mehr! Dann sage ich: Super, das ist doch toll. Das nennt man akzeptierende Drogenarbeit.

Sie haben früher selbst Drogen genommen. Wann fing das an?

So mit 17. Ich war vorher in einem Klosterinternat für Mä...


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