Blick in die Tiefen des Alls

Zwei Planetenentdecker und ein Kosmologe werden geehrt.

  • Von Dirk Eidemüller
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Es gibt Nobelpreise, da überraschen die Preisträger eher, und solche, wo die Preisverleihung erwartbar ist. Die Auszeichnung im Jahr 2016 für topologische Materialien gehörte zu den völlig unverhofften Ehrungen und hat dennoch Licht auf ein rasant wachsendes Feld in der Materialforschung geworfen. Die 2017 mit dem Nobelpreis für Physik gekürte Beobachtung von Gravitationswellen, die beim Verschmelzen von Schwarzen Löchern und Neutronensternen ins All gestrahlt werden, galt hingegen als fast unvermeidbarer Kandidat. Dieses Jahr hat das Nobelkomitee in Stockholm keinen Überraschungskandidaten aus dem Hut gezogen: Der Nachweis von Exoplaneten in anderen Sternensystemen galt unter Experten schon länger als würdiger Nobelpreis-Anwärter.

Dies ist aber nur die eine Hälfte des Nobelpreises. Mit ihr werden die Schweizer Astronomen Michel Mayor und Didier Queloz geehrt, denen im Jahr 1995 der erste Nachweis eines fernen Planeten gelang, der...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.