Nächster Halt: Furor

Arno Luik kritisiert die Deutsche Bahn, aber widersprüchlich.

  • Von Thomas Gesterkamp
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Ausfallende Züge, Verspätungen, verpasste Anschlüsse, Signalstörungen, Bäume auf den Gleisen, falsche Wagenreihung, fehlender Speisewagen, defekte Toiletten: Wer kennt sie nicht, die kleinen und großen Pannen im Alltag der Deutschen Bahn. Eine »echte Zumutung« sei das, findet Arno Luik, langjähriger Autor beim »Stern« und einer der profiliertesten Bahnkritiker hierzulande. Sein aktuelles Buch »Schaden in der Oberleitung« beschreibt ein Unternehmen, das »außer Kontrolle geraten ist«. Das »geplante Desaster«, wie Luik im Untertitel formuliert, sei keineswegs ein Versehen. Es gebe »Täter, sie sitzen in der Bundesregierung, im Bundestag, und seit Jahren im Tower der Deutschen Bahn«.

Der Autor schildert zentrale Probleme, allen voran den Bahnhof Stuttgart 21, der mit über acht Milliarden Euro inzwischen mehr als doppelt so viel kostet wie zu Zeiten der Abstimmung über das Projekt angekündigt. Der tiefergelegte Knotenpunkt mit seinen we...


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