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Die fettsüchtigen Chavisten

Banaler geht es kaum: Karina Sainz Borgos Debütroman spielt im heutigen Venezuela

  • Von Tobias Lambert
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Nachdem Adelaida ihre Mutter beerdigt hat, bleibt die 38-jährige einsam zurück. In Caracas hat sie keine Familie mehr, die Tanten wohnen abgelegen an der Karibikküste. Versorgungsmängel, Inflation und Gewalt prägen den Alltag in der venezolanischen Hauptstadt.

Karina Sainz Borgo: Nacht in Caracas.
A. d. Span. v. Susanne Lange. S. Fischer, 224 S., geb., 21 €.

Als einige Regierungsanhängerinnen auch noch ihre Wohnung besetzen, steht Adelaida plötzlich vor dem Nichts - bis sie hinter der nicht abgeschlossenen Tür nebenan den leblosen Körper ihrer Nachbarin findet. Kurzerhand beschließt Adelaida, die Identität der Toten anzunehmen, deren spanischer Reisepass nur noch verlängert werden muss. Und sie erinnert sich an Zeiten, in denen europäische Migrant*innen in Venezuela ein besseres Leben suchten.

»Nacht in Caracas« ist der Debütroman der venezolanische...



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