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  • Buchmesse Frankfurt/Main

Sonderermittler im Irrgarten

Die »Washington Post« präsentiert den Mueller-Report - ein Puzzle zum wundersamen Aufstieg des Donald Trump

  • Von Reiner Oschmann
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Vielleicht ist das Buch zum Mueller-Report das einzige, das Donald Trump, dessen Aufmerksamkeitsspanne erklärtermaßen ein Blatt Papier nicht übersteigt, gelesen hat. Schließlich ist es im Untersuchungsbericht des sogenannten Russland-Sonderermittlers der Hauptdarsteller. Das müsste eigentlich nach dem Geschmack eines Selbstdarstellers wie Trump sein. Das wird ihn vielleicht darüber hinwegsehen lassen, dass der Bericht alles andere als eine Ehrenerklärung für ihn bereithält. Der Selbstvermarkter hat oft bewiesen, dass er im Zweifel Amerikas Marketingcredo folgt: Es gibt keine Negativwerbung außer der eigenen Todesnachricht.

The Washington Post (Hg.): Der Mueller-Report.
Ullstein, 1176 S., geb., 50 €.

Das Buch zum Report ist keine gewöhnliche Publikation, kein herkömmliches Sachbuch, kein Bild- oder Reportageband. Es ist das kleinteilige und brisante Proto...



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