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Wohnen Sie noch zentral oder sind Sie schon ausgezogen - ins Umland, weit draußen? Früher zog man aus der Provinz in die Großstadt, weil man die Provinz nicht mehr ausgehalten hat. Jetzt zieht man wieder zurück, weil man sich die Mieten in der Stadt nicht mehr leisten kann. Wer hat, dem wird gegeben. Und wer nicht hat, dem wird genommen, da gibt es im Kapitalismus keine zwei Meinungen. Enno Stahl beschreibt in seinem neuen Roman »Sanierungsgebiete« den Ausverkauf von Prenzlauer Berg vor zehn Jahren und wie dieser Stadtteil zum neuen unbezahlbaren Schwabing von Berlin wurde (Seite 3). Noch immer wohnen in der Hauptstadt 85 Prozent der Bewohner zur Miete, die aber ständig teurer wird. Daran verdienen nicht nur die Erben aus der Provinz, sondern immer mehr internationale Investoren, zum Beispiel auch der Staatsfonds von Norwegen, dem Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse.

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