Panzerlärm und Cyberschweigen

Nur eine Übung: Die Bundeswehr zeigte in der Lüneburger Heide, womit man anderenorts rechnen muss

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 4.5 Min.

Gedachter Schauplatz ist die fiktive Insel »Pandora« irgendwo im Atlantik. Der Inselstaat »Wislanien« überschreitet mit Truppen die Grenze zum souveränen »Altraverdo«. Die Angreifer aus dem ganz und gar nicht demokratischen Land wollen sich eine Exklave mit einer großen wislanischen Minderheit einverleiben.

Kommt einem irgendwie bekannt vor. Und zwar nicht, weil das ein immer wieder gern genommenes Szenario für die Informations- und Lehrübungen ist, die die Bundeswehr Jahr um Jahr in der Heide zwischen Munster und Bergen ausrichtet. Deren Regie sagt ferner: Eine internationale Koalition, der auch Deutschland angehört, soll die territoriale Integrität von »Altraverdo« verteidigen.

Und so kommt, was kommen soll: Soldaten treffen auf Soldaten, Artillerie beschießt Panzer, die feuern zurück. Obwohl die Wolken tief hängen, jagen Kampfjets und Raketen fauchende Helikopter über die Heide. Beifall von der Tribüne und Lob von Generall...


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