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+++ Zahlen & Fakten +++

Wie wichtig ist Nachhaltigkeit im Beruf?

Welche Bedeutung haben Nachhaltigkeit und Umweltschutz für den eigenen Job? In einer Erhebung hat die Vergleichsplattform Gehalt.de 418 Arbeitnehmer befragt. 58 Prozent würden »vielleicht« ihren Arbeitgeber wechseln, sollte er in einem hohen Ausmaß klimaschädlich agieren. 35 Prozent wollen bei ihrer Berufswahl den Aspekt der Nachhaltigkeit berücksichtigen. Unter den Frauen sind es 42 Prozent und unter den männlichen Beschäftigten 32 Prozent.

58 Prozent würden sogar eine Kündigung in Betracht ziehen, sollte der Arbeitgeber klimaschädlich agieren. 16 Prozent gaben an, dass sie »definitiv« den Arbeitsplatz wechseln würden.

Für 73 Prozent ist Klima- und Umweltschutz kein ausschlaggebendes Kriterium für die Berufswahl. 48 Prozent kann sich nicht vorstellen, einen umweltfreundlicheren Beruf für ein niedrigeres Gehalt anzunehmen. 21 Prozent wären hingegen dazu bereit.

Ein Sturz ist nicht immer Arbeitsunfall

Wer wegen eines privaten Telefongesprächs während einer Dienstreise stürzt, kann daraus entstehende Verletzungen nicht als Arbeitsunfall geltend machen. Zwar sind Beschäftigte auch auf Dienstreisen gesetzlich unfallversichert, das gelte aber nur bei Handlungen, die im inneren Zusammenhang zum Beruf stünden, so das Hessische Landessozialgericht in Darmstadt, das über eine entsprechenden Fall verhandelte.

Dabei ging es um eine Frau aus Frankfurt am Main. Die damals 62-Jährige hatte 2015 beruflich an einem Kongress in Lissabon teilgenommen und wollte danach Urlaub in Portugal machen. Sie leidet an einer Polioerkrankung, die zu Lähmungen führen kann. Um einen Mietwagen abholen zu können, wollte sie ein Taxi bestellen. Im Hotelzimmer stürzte die Frau aber auf dem Weg zum Telefon und erlitt eine Oberschenkelfraktur. Die Berufsgenossenschaft verweigerte eine Anerkennung als Arbeitsunfall. Der Unfall habe sich im privaten Lebensbereich ereignet.

Arbeitszeit der Beschäftigten gesunken

Die Arbeitszeit pro Beschäftigtem ist im zweiten Quartal 2019 leicht zurückgegangen. Sie lag bei 328,3 Stunden und sank damit um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg mitteilte.

Die Zahl der Erwerbstätigen stieg im zweiten Quartal 2019 um ein Prozent gegenüber dem Vorjahr und lag somit bei knapp 45,2 Millionen. Insgesamt arbeiteten die Erwerbstätigen in Deutschland im zweiten Quartal dieses Jahres 14,8 Milliarden Stunden. Das entspricht dem Wert im zweiten Quartal 2018.

Dass die Arbeitszeit pro Person leicht sinke, habe seinen Grund auch in einem Kalendereffekt: Im zweiten Quartal stand aufgrund der Feiertage ein Arbeitstag weniger zur Verfügung. Gegenüber dem Vorquartal ist die Arbeitszeit pro Erwerbstätigem den Angaben nach saison- und kalenderbereinigt um 0,4 Prozent gesunken.

Die durchschnittliche vereinbarte Wochenarbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten betrug 38,3 und die der Teilzeitbeschäftigten 17,6 Stunden. Die Beschäftigten machten im zweiten Quartal im Durchschnitt 5,7 bezahlte Überstunden und 6,0 unbezahlte Überstunden. Agenturen/nd

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