Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Alltag Hochsicherheitstrakt

Jüdische Berliner fordern nach dem Terror von Halle Antworten von der Politik.

  • Von Jérôme Lombard
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Die Terroralarmübungen waren wirklich eine Herausforderung«, sagt Michael Groys. Der 28-Jährige steht an einem sonnigen Herbstnachmittag vor dem Jüdischen Gymnasium Moses Mendelssohn in der Großen Hamburger Straße in Berlin-Mitte. Hier hat Groys vor acht Jahren sein Abitur gemacht. »Die Übungen für den Ernstfall waren für uns Schüler genauso Alltag wie die bewaffneten Sicherheitskräfte, der hohe Metallzaun und die Sicherheitskameras überall um das Schulgelände herum«, erinnert sich der junge Mann. Als jüdischer Berliner habe er schon im Kindesalter gelernt, dass jüdisches Leben in der Hauptstadt mit hohen Sicherheitsvorkehrungen verbunden ist. »Zum Sportunterricht in die nahe gelegene Turnhalle wurden wir von der Polizei eskortiert. Wo kommt das schon vor, wenn nicht an einer jüdischen Schule?«

Wenn Groys, der bei einem Musikunternehmen arbeitet, heute eine Synagoge oder eine andere jüdische Einrichtung in Berlin besucht, hat er d...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.