Chiles Präsident spricht von Kriegszustand

Protestierende haben zum Generalstreik gegen die Regierung aufgerufen

  • Von Malte Seiwerth
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

»Wir sind in einem Kriegszustand gegen einen mächtigen Feind«, sagte der chilenische Präsident Sebastían Piñera in der Nacht zum Montag. Umringt von Militärs sprach er über die Lage der Nation und kündigte den Einsatz weiterer Militäreinheiten an. Diese sollen die Kontrolle über die wichtigsten Städte wiederherstellen.

Chile befindet sich seit spätestens Freitag im Ausnahmezustand. Proteste, ausgelöst durch eine Preiserhöhung im Öffentlichen Nahverkehr der Hauptstadt Santiago, haben sich über das ganze Land ausgebreitet. Die Regierung nahm zwar am Samstag die Preiserhöhung zurück, reagierte aber sonst mit Kriminalisierung der Protestierenden und einer Militarisierung des öffentlichen Raums. Soziale Organisationen und Gewerkschaften hatten für Montag zu einem Generalstreik aufgerufen. Behörden und Schulen waren geschlossen, in mehr als 20 Häfen ruhte die Arbeit.

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