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EM-Casting der Männer, WM-Vorglühen der Frauen

Die Nationalteams der Handballerinnen und der Handballer treten jeweils zweimal gegen Kroatien an

  • Von Christoph Stukenbrok
  • Lesedauer: 3 Min.

EM-Casting der Männer, WM-Vorglühen der Frauen: Die deutschen Handballteams stehen bei einem Doppel-Länderspiel in Kroatien auf dem Prüfstand. Während bei den Frauen das Einspielen für das bevorstehende Turnier in Japan (30. November bis 15. Dezember) im Vordergrund steht, ist bei den Männern das Gerangel um die begehrten Kaderplätze für die EM im Januar in vollem Gange.

»Diese Spiele sind seit Langem mal wieder richtige Gradmesser«, sagt Männer-Bundestrainer Christian Prokop. Die Vergleiche mit dem zweimaligen Olympiasieger in Zagreb (Mi. 19.30 Uhr/zdfsport.de) und in Hannover (Sa., 14.30 Uhr/ARD) seien »richtig gute Test-Möglichkeiten, und die hatten wir in der Vergangenheit ehrlicherweise nicht so. Deswegen wollen wir das nutzen.«

Nutzen wollen ihre Chance vor allem Prokops Spieler. Im Tor kämpft der Kieler Shootingstar Dario Quenstedt ums EM-Ticket gegen den überraschend nicht berücksichtigten Silvio Heinevetter, auf den Außenbahnen möchten sich der Göppinger Marcel Schiller (statt Matthias Musche) und Timo Kastening vom Liga-Überflieger Hannover (statt Patrick Groetzki) für höhere Aufgaben empfehlen.

»Ich werde keine Ego-Leistungen bewerten, sondern schauen, wie die Spieler zu unserem Team passen«, sagte Prokop vor den letzten beiden Länderspielen des Jahres. Ein Auge wird der DHB-Coach auch auf Rückkehrer Julius Kühn werfen, der die Heim-WM im Januar aufgrund eines Kreuzbandrisses verpasst hatte und am Mittwoch sein Comeback mit dem Adler auf der Brust feiert.

Die Bedeutung des aktuellen Lehrgangs samt der beiden Kroatien-Spiele ist mit Blick auf das Turnier in Norwegen, Österreich und Schweden elementar, ist es doch die letzte gemeinsame Trainingswoche, bevor es am 2. Januar in die unmittelbare EM-Vorbereitung geht. Prokop selbst sprach im Vorfeld von einer »wichtigen Etappe« und »entscheidenden Woche vor der Europameisterschaft«.

Bei den Frauen steht das Team weitgehend schon. Gut einen Monat vor WM-Beginn verzichtet Bundestrainer Henk Groener auf Experimente. Mit dem Stamm, der im September mit zwei Siegen in die Qualifikation zur Europameisterschaft 2020 gestartet war, steht in den Spielen am Mittwoch (17 Uhr) und Samstag (17.30 Uhr/sportschau.de) der Feinschliff im Vordergrund.

»Natürlich wollen wir gewinnen«, sagte Groener, »aber es geht auch darum, sich weiter einzuspielen.« Die Abwehr und das Tempospiel stünden ganz oben auf dem Plan. »Kroatien war in den WM-Play-offs ein Gegner, der uns alles abverlangt hat. Das werden gute Härtetests auf unserem Weg zur WM nach Japan.«

Nach den Spielen in Zagreb geht es für die beiden Nationalteams am Donnerstag zurück nach Deutschland, wo am Samstag in Hannover der dritte »Tag des Handballs« steigt. Das Format kommt bei den Fans gut an: Die Halle in der niedersächsischen Landeshauptstadt ist mit knapp 10 000 seit Tagen ausverkauft. SID

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