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»Die Modernisierung des argentinischen Kapitalismus ist gescheitert«

Der argentinische Sozialwissenschaftler Horacio Machado über die vier Jahre der neoliberalen Regierung von Mauricio Macri

  • Von Ulrich Brand
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Wie ist Ihre Bilanz nach vier Jahren Regierung Mauricio Macri?

Insgesamt ist die Bilanz desaströs und das ist keine Übertreibung. Selbst gemessen an den eigenen politisch-ideologischen Ansprüchen der Partei von Macri Cambiemos (Lasst uns verändern, d. Red.) ist sie gescheitert. Im Grunde wollte er eine Modernisierung des argentinischen Kapitalismus über eine stärkere Einbindung in den Weltmarkt, mit einer wirtschaftspolitisch deutlich neoliberaleren Ausrichtung als die Vorgängerregierung. Aber selbst das ist nicht gelungen, sondern es kam zu einer Zunahme von Armut, die ähnlich dramatisch ist wie jene in der Krise 2002/2003. Dabei hat Macri im Wahlkampf vor vier Jahren versprochen, die Armut auf null zu senken. Er hat es auch nicht geschafft, bestimmten starken Kapitalgruppen Gewinne zu ermöglichen, damit es zu einem Wirtschaftswachstum kommen kann. Also ein Modell »Chile«, auch wenn das natürlich Ungleichheit mit sich bringt. Dam...


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